Aussteigen

Aussteigen, Landschaft, Meer, Entspannen

Artikel aus dem Themenheft "Aussteigen"

Totalausstieg als Einsiedler, Vernetzung in einem Verbund aus alternativen Vereinen, Genossenschaften, Stiftungen – kombiniert mit Schenkkreisen, Tauschringen und Alternativwährung –, Schaffung weitgehender Krisensicherheit durch Haus/Hof mit viel Land, Selbstversorgung, Vorratshaltung; Auswandern ins Ausland, Abmeldung in Deutschland und freies Reisen mit dem Wohnmobil (individuell oder als Camper-Nomaden-Reisegemeinschaft), Umsiedlung in ein unabhängiges Ökodorf oder in eine alternative oder weltanschauliche Gemeinschaft ... Es gibt viele Möglichkeiten auszusteigen, doch ob man damit erfolgreich sein oder auf der Nase landen wird, hängt weniger von der Art des Ausstiegs ab als von gewissen mitzubringenden Voraussetzungen, guter Vorbereitung und der richtigen Einstellung.

Derzeit beschäftigen sich immer mehr Menschen mit dem Aussteigen. Die Anlässe dafür fangen ulkigerweise fast alle mit „U“ an: Unvernunft der Politik, wachsende Unfreiheit und Ungerechtigkeit, Unsicherheit, ungewisse Zukunft, Unzufriedenheit mit den Zuständen ... usw.  

All diese U-Anlässe beinhalten ein unausgesprochenes Nichtwollen, ein „Ich-will-weg-von“ – weg aus diesem Land, weg von dieser verrückten Regierung, weg von der Unsicherheit usw. Während es zwar mehr als verständlich ist, etwas nicht zu wollen, ist die Welt dennoch so gebaut, dass man genau das, was man nicht will, oft erst recht bekommt. Wer also bloß „weg von alledem“ und alles hinter sich lassen will, wird wahrscheinlich genau das bekommen, was er vermeiden will. Beispiel: Jemand steigt aus, weil ihm die Willkür der Regierung missfällt, und landet in einer superbasisdemokratischen Lebensgemeinschaft ohne klare Regel, die alles zerredet und nichts entscheidet – was dann in der Praxis ebenfalls zu Willkür führt.    

Wer also aussteigt, sollte sich auf das positive Prinzip besinnen, d.h. wissen, wohin er will, an welcher „Haltestelle“ er aussteigen will, was es zu gewinnen gibt – bzw. wohinein er einsteigen will, denn Aussteigen ist in Wirklichkeit das Einsteigen in ein mündiges, selbstorganisiertes, selbstbestimmtes, eigenverantwortliches Leben. Es lässt sich beinahe allgemeingültig festhalten: Erfolgreiche Aussteiger haben gemeinsam, dass sie nicht von etwas weg, sondern zu etwas hin wollen. Faustformel: Wer aussteigt, um sich zu verwirklichen, um bessere Voraussetzungen für die Erfüllung seiner Träume zu finden, wird tendenziell erfolgreich sein; wer hingegen aussteigt oder auswandert, weil er nur weg von etwas will, wird tendenziell scheitern.

Als Ausstiegswilliger sollte man sich zudem darüber bewusst sein, woraus man eigentlich aussteigt. Denn wessen Kopf von einem klebrigen Spinnennetz aus Lügen umhüllt ist, der kann aussteigen, wohin er will, er wird das Spinnennetz mitnehmen und ein Gefangener bleiben. 

Beispiel: Wer etwa das Thema Krebs nicht durchschaut hat und die 5 biologischen Naturgesetze nicht kennt , dem hilft es auch nichts, wenn er in Argentinien eine Chemo macht. Da ist er genauso gefangen und abhängig wie in Deutschland. Ergo: Aussteigen heißt, auf allen Ebenen auszusteigen: geistig, gesundheitlich, gesellschaftlich sowie finanziell-wirtschaftlich.  

Wer aussteigt, zieht außerdem den Missmut der Nichtaussteiger auf sich. Die liebsten Freunde, Verwandten, Bekannten verlieren einen Freund, Verwandten, Bekannten. Der Chef verliert einen Mitarbeiter, die Kollegen einen geschätzten solchen. Die Regierung verliert eine Melkkuh. Schulmedizin und Konzerne verlieren einen Konsumenten – und neuerdings machen sich sogar schon die Medien Sorgen darüber, ihre Zwangsbeitragszahler oder Werbekonsumenten zu verlieren. 

So kam doch dieser Tage eine typisch-schmierige „Reportage“ in den Öffentlich-Rechtlichen. Sie werden es mir vielleicht kaum glauben, wer da nach „Corona-Leugnern“ und „Impfgegnern“ zum neuen Feindbild mutierte: Aussteiger! Die Reporter beklagten, dass sich immer mehr bewusste Menschen zusammenschließen, sich große Grundstücke oder Höfe kaufen, ein autarkes, selbständiges Leben anstreben, und – Schockschwerenot! – „Parallelgesellschaften“ bilden. Der Angstschweiß des Reporters triefte angesichts der Tatsache, dass immer mehr „Nutztiere“ ausbrechen, quasi aus dem Fernseher!

Nutztiere – das dürfte das Bild sein, das die sog. „Eliten“ von der Bevölkerung haben. Ohne Witz oder Sarkasmus: Ich glaube, sie betrachten die Menschen tatsächlich als eine Art Haus- und Nutztiere. Für die „Eliten“ hat die Masse keinen anderen Zweck, als für sie zu arbeiten, sich zu vermehren, emsig zu konsumieren sowie etwa 7 Zehntel ihrer Einkünfte (wenn man wirklich alles einrechnet) als Steuern, Gebühren, Abgaben und Zinsen zu zahlen. 

Diese Einstellung tritt neuerdings sichtbarer hervor denn je. Katzen, Hühner, Schweine, Rinder, Schafe fragt man nicht, ob sie geimpft werden wollen, man impft sie einfach, wie man auch Hunde nicht fragt, ob sie gechipt werden wollen. Will eine Hauskatze aussteigen, d.h., ein natürliches, freies Leben führen usw., dann muss sie zuerst den Schritt wagen, sich auszuwildern, sprich: Sie muss lernen, wieder selber Mäuse zu fangen, ihr Revier zu verteidigen, muss einen sicheren Schlafplatz finden usw. Genau das müssen auch wir Menschen tun, wenn wir aussteigen wollen. 

Aussteigen ist also keine faule Sache. Es hat mit Arbeit, Lernen und Verantwortung zu tun. Wer aussteigen will, muss sich „enthunden“, sich wieder „auswildern“. Aussteigen ist also zuerst einmal ein geistiger Prozess. Man muss entlernen, was einem in der Schule beigebracht wurde, muss in Luft auflösen, was einem übers Fernsehen eingetrichtert wurde, und muss die Bereitschaft mitbringen, das echte Leben zu erfahren. 

Der erste Schritt zum Ausstieg ist also geistiger Natur – ein gedanklicher Ausstieg aus der System-Matrix, ein geistiger Einstieg in die Regeln und Gesetze des wahren Lebens. Daher habe ich, extra im Zusammenhang mit dieser Depesche, ein neues Themenheft erstellt für alle uneinsichtigen Sklaven, für alle „Enthunder“, für alle „Neos“. Es heißt „Ausstieg in die Freiheit: Anleitung und Anstiftung zum Ausbruch aus dem (Gedanken-) Gefängnis“. Darin enthalten sind Artikel, die mit der „Auswilderung“ zu tun haben, mit der Befreiung aus der „Käfighaltung“, mit der Auflösung geistiger Nebel, der Löschung feindlicher Gedankenviren usw.  

Meer, Strand, Aussteigen

Auszusteigen bedeutet somit im ersten Schritt, die durch die gesellschaftliche Matrix erzeugte Unselbständigkeit zu überwinden und das Gegenteil dessen zu tun, was die Gesellschaft vorgibt und von einem erwartet.

Tatsächlich werden wir in dieser Welt ja von Anfang an zu Unselbständigkeit und Abhängigkeit erzogen. Für alles ist gesorgt. Das Essen kommt aus dem Supermarkt, der Strom aus der Steckdose und Benzin gibt’s 24/7 an der Tanke. Wie unselbständig wir in Wirklichkeit sind, erfahren wir erst dann, wenn diese Dinge einmal ausfallen.  

Auch die Schule hat einen anderen als den gemeinhin vermuteten Zweck. Dazu möchte ich einen Dialog aus einem Cartoon von „islieb“ wiedergeben: Sagt ein Schüler zu seiner Mitschülerin: „Schule ist sinnlos! Wir lernen nichts, was fürs Leben wichtig wäre.“ Antwortet die: „Vielleicht lernen wir ja genau das, was wir lernen sollen? Z.B. lernen wir, pünktlich zu sein und treudoof alle Aufgaben zu erfüllen, die man uns stellt. Wir lernen, dass wir belohnt werden, solange wir mitspielen und nicht aus der Reihe tanzen. Außerdem lernen wir, uns als Konkurrenten zu sehen, anstatt zusammenzuarbeiten. Wir lernen, Autoritätspersonen zu gehorchen und nicht zu viel zu hinterfragen. Kurz gesagt bringt uns die Schule alles bei, was wichtig ist, um in der Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt reibungslos zu funktionieren!“

Wir übersehen gerne, dass man mit seiner Schul-„Weisheit“ im Leben nichts anfangen kann, denn sie beinhaltet nicht, wie man glücklich wird, sich finanziell auf eigene Beine stellt, wie man mit seinen Mitmenschen auskommt, was gesunde Ernährung ist, wie man ein Haus baut, einen Permakultur-Garten anlegt oder Kinder zu selbstdenkenden, freien Individuen werden lassen kann usw. 

Die Schule hat den Zweck, Arbeitsdrohnen und Konsumsklaven zu erzeugen, die in dieser abgedrehten Welt perfekt funktionieren, und die fast jeden beliebigen Job annehmen, nur um Geld zu verdienen, auch wenn er ihnen keinen Spaß macht. 

Unmündig rennen die Leute in die Kirche und zum Arzt, die sie erst dann entlassen, wenn sie 50, 60 Jahre später in der Waagerechten die letzten Dienste eines Bestattungsunternehmens in Anspruch nehmen. Für alles ist gesorgt. Die „da oben“ kümmern sich um alles  und fördern aktiv unsere Verantwortungsfreiheit, Dummheit und Bequemlichkeit. Doch im wahren Leben wird man nicht erfolgreich, wenn man einen Job annimmt, wird man nicht gesund, wenn man zum Arzt springt oder Tabletten schluckt, wie man auch seine spirituellen Wahrnehmungen und Fähigkeiten nicht verbessert, wenn man sich in eine Kirche hockt.   

Will man ein freier Mensch sein, darf man also getrost alles, was man im System gelernt hat, über Bord werfen. Doch das ist nicht alles, denn das meiste, was da im Laufe der Jahre in uns hineinerzogen wurde, ist uns als solches gar nicht bewusst. Es drang unbemerkt in uns ein, veränderte unser Denken langsam. Durch Verluste, Schmerzen, Fehlschläge wurde es zu einem Teil von uns und verschwand dann still und leise hinter dem Vorhang des Vergessens. 

Wer aussteigt, muss also die Fähigkeit und Bereitschaft mitbringen, an sich zu arbeiten, muss zu sich selbst finden, die Spuren der Gesellschaft aus sich hinauskehren, auf die Bequemlichkeiten des unselbständigen Lebens verzichten, Abhängigkeiten und Unverantwortlichkeit ablegen, neu starten, sein Leben neu erfinden, es in die eigenen Hände nehmen.  Er muss für sich selbst (und seine Familie) die volle Verantwortung übernehmen, die Schuld nicht bei anderen suchen, muss in der Lage sein, ein ausreichendes Einkommen aus eigener Kraft zu erzielen, täglich dazulernen, Fleiß, Leistungsbereitschaft, Hartnäckigkeit sowie die Fähigkeit mitbringen, nach einem Fehlschlag wieder aufzustehen und es noch einmal zu versuchen, bis er das jeweils Gewünschte erreicht hat.  

Weil dies eine Heidenarbeit und der Mensch von Natur aus träge ist, stellen wir fest, dass viele vermeintlich Ausstiegswillige gar nicht wirklich aussteigen wollen, sondern nur eine neue Matrix suchen. Der Betreffende ist mit Matrix A unzufrieden und sucht nach Matrix B, in der Hoffnung, sein bequemes, unselbständiges Leben dort unverändert weiterführen zu können. 

Kein Witz! Gäbe es ein Land, in dem solide Rechtsstaatlichkeit und stabile wirtschaftliche Verhältnisse herrschen, in dem man Deutsch spricht, mit einer Regierung, die ihre Bürger würdig behandelt und an deren Wohlergehen sowie am Fortschritt und Aufbau interessiert ist, und dieses Land würde laut rufen: „Ihr Kinderlein kommet, oh kommet zu uns!“ Was glauben Sie, was da los wäre? Deutschland wäre morgen leer und dieses andere Land auf einen Schlag berstend voll. 

Ausstiegssehnsucht ist also oft nur der Wunsch, eine Matrix zu verlassen, mit der jemand unzufrieden ist, und eine neue Matrix zu finden, von der sich der Betreffende zwar eine Verbesserung erhofft, in der er aber genauso unselbständig ist wie zuvor. Dass das nicht gut gehen kann, versteht sich von selbst. Wenn so jemand z.B. in den Zufluchtsort nach Bolivien zieht, wird er auch dort alles Erdenkliche auszusetzen haben und Mängel mit der Lupe suchen. 

Es bringt nichts, von einer Matrix in die andere zu wechseln, wenn man nicht gleichzeitig zu einem selbständigen, eigenverantwortlichen Menschen wird, der sein Leben selbst in die Hand nimmt. Letzterer kommt überall zurecht, ob in Deutschland, im Zufluchtsort oder irgendwo mitten in Afrika.   

Tatsächlich geht es also beim Aussteigen darum, sich von vorgegebenen Gesellschaftsstrukturen unabhängig zu machen. Wem das gelingt, dem gelingt es überall, und der ist frei – der Matrix entstiegen und im echten Leben angekommen. 

Es gibt dabei erstaunlich viele und sehr verschiedene Wege, wie man aussteigen kann – mindestens ein Dutzend oder mehr, die ich Ihnen im nachfolgend vorgestellten Themenheft „Aussteigen“ jeweils mitsamt konkreten Beispielen vorstelle. Ein Weg wäre etwa, eine Lebensinsel zu gründen – das nötige Wissen hierzu stelle ich Ihnen auf der übernächsten Seite vor. 

Hund, Schaf, Land, Aussteigen

Die Art, wie wir „Nutztiere“ halten, weist durchaus Parallelen dazu auf, wie wir als normale Arbeitsmenschen in der Gesellschaft gehalten werden. Wir werden brav gefüttert mit allem, was wir brauchen, haben Obdach, Unterhaltung (Ablenkung), werden schön gedämpft, geimpft, entwildert, dürfen zwischendurch auch mal raus (wenn nicht gerade Corona ist), müssen gut angepasst in der Arbeitswelt der „Eliten“ funktionieren, wo wir regelmäßig all unsere Wolle abgeben, während die „besseren Menschen“ eine „bessere Position“ erhalten, in der sie andere Nutztiere überwachen dürfen.  

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Von am 27.11.2023


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