Das Glücksprinzip Nr.1
Sagen Sie anderen, was sie jeweils gut und richtig machen!
Ein Artikel aus dem Themenheft „Das Glücksprinzip“
„Behandeln Sie andere so, wie Sie selbst gerne behandelt werden möchten“ – so lautet die goldene Regel für ein glückliches Leben. Indem wir uns eine Woche lang jeweils intensiv auf eine Tugend konzentrieren, uns in der Anwendung derselben üben und andere Menschen dazu einladen, es uns gleichzutun, können wir die Lebensbedingungen für alle Menschen bald markant verbessern.
Diese Woche geht es darum, den Menschen in unserer Umgebung zu sagen, was sie jeweils gut und richtig machen.
Warum? Einer der wichtigsten Impulse im Leben ist, im Recht zu sein bzw. im Recht sein zu dürfen. Jeder Mensch handelt aufgrund der Informationen, die ihm vorliegen, immer richtig!! Er kann gar nicht anders!! Es ist daher relativ unklug, einem Menschen zu sagen, er sei nicht im Recht, denn der Mensch – jeder Mensch – fühlt sich automatisch und immer im Recht. Er hat aufgrund der Informationen und Erfahrungen, die ihm vorlagen, immer maximal richtig gehandelt.
Selbst dann, wenn jemand in (für andere) aller offensichtlichster Weise unrecht handelt, liegen Erfahrungen, Geschehnisse, Daten, Informationen, Probleme usw. in seinem Gedankenkosmos vor, die ihm jene Art zu handeln als die in der gegebenen Situation richtigst mögliche darlegten. Wenn Sie einem solchen Menschen sagen: „Es war nicht richtig, dass Du … getan hast!“ oder „Da hast Du aber nicht recht!“ usw., dann können Sie nur eines ernten, nämlich Widerspruch – entweder versteckt oder offen. Niemals aber wird derjenige sein Handeln ändern, indem man ihm einredet, er habe nicht richtig gehandelt. Er wird dadurch – im Gegenteil – viel eher in eine Wiederholungstäterrolle gezwungen.
Der einzige Zweck dieses Artikels ist es, das Leben und Miteinander der Menschen zu erleichtern. Nichts in diesem Artikel soll andeuten, Sie würden etwas verkehrt machen. Es geht uns nicht um Regeln oder Pflichten, sondern um Lebensweisheiten, Vorschläge und Anregungen zur Verbesserung des allgemeinen Lebensglücks, denen man nach freiem Gutdünken und eigenem Ermessen folgen kann – oder auch nicht.
Wenn Sie diese Aktion begrüßen, kopieren Sie bitte diesen Artikel DREI Mal und reichen Sie ihn an DREI beliebige Mitmenschen weiter, an deren Wohl Ihnen etwas gelegen ist. Sollte dieser Artikel bereits in kopierter Form zu Ihnen gekommen sein, dürfen Sie dies als Kompliment werten: Es gibt jemanden, dem etwas an Ihnen und Ihrem Wohlergehen gelegen ist. So sollten Sie diese Geste auch bewerten – gegeben in freundlichem und freundschaftlichem Geiste und keinesfalls als Kritik!
Fragt man ihn aber aufrichtig und mit ernsthaftem Interesse (in der Absicht, wirklich zu verstehen): „Warum war es richtig, dass Du … getan hast?“ oder „Warum denkst Du, dass Du in dieser Sache Recht hast?“ wird man viel eher Ergebnisse erzielen und unter Umständen sogar bewirken, dass derjenige loslassen kann.
Nörgeln Sie aber an ihm herum, meckern und kritisieren, dann rauben Sie demjenigen die Chance, sein Verhalten loszulassen und zu ändern. Er will nicht nur im Recht sein, sondern muss schließlich im Recht sein! Indem man Menschen beschuldigt, anklagt, kritisiert und allgemein ins Unrecht setzt, können leichte bis schwere Verhaltensstörungen und im Extremfall sogar zwanghafte Serientäter entstehen!
Die Methode des Kritisierens und Ins-Unrecht-Setzens funktioniert niemals – nicht in einem einzigen Fall – sondern bewirkt nur eines, nämlich die weitere Verschlimmerung der Zustände.
»Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand!«
Blaise Pascal, franz. Mathematiker, Physiker, Literat und Philosoph, 1623-1662Wenn Sie hingegen mit Bedacht all das loben und aussprechen, was das Kind gut und richtig macht, werden Sie eines Tages stolz auf ihr begabtes, starkes, selbstbestimmtes, intelligentes, liebevolles, konstruktives Kind sein dürfen.
Das trifft auf den Umgang mit dem Ehepartner zu, mit Mitarbeitern, Angestellten, Chefs, es trifft auf das Strafwesen und die Justiz – ja, es trifft auf das Leben an sich zu. Das bedeutet nun nicht, dass eine Gruppe zu ihrem eigenen Schutz nicht einmal zu Maßnahmen gegenüber dem Einzelnen greifen müsste oder sollte, es redet auch nicht anti-autoritärer Erziehung das Wort. Nichts davon! Es bedeutet einfach, dass es die intelligentere Methode ist, im Vorfeld öfter mal zu loben und den Hauptteil seiner Aufmerksamkeit auf das zu richten, was gut und richtig läuft.
Abgesehen davon ist Korrektur möglich, ohne ganz zu kritisieren!! Wenn Sie einem Mitmenschen in Freundschaft und ohne Anklage sagen: „Schau her, Du hast dies so gemacht, auf diese Weise hättest Du ein besseres Ergebnis erreicht“ o.ä., dann wird derjenige es wahrscheinlich unbeschadet annehmen können. Das Geheimnis dabei ist, eine sichere Umgebung zu schaffen. Menschen verteidigen sich nämlich nur dann, bauen sich einen Panzer und verschließen sich, wenn sie sich in einer feindseligen Umgebung wähnen. Indem Sie das Gute und Richtige loben, erschaffen Sie eine sichere Umgebung (es kann eine gewisse Zeit dauern, bis sich jemand öffnet), in der dann auch (freundschaftlich vorgebrachte) Kritik akzeptiert werden kann!!
Verallgemeinernd zu beschimpfen, anzuklagen, herumzumeckern usw. erzeugt aber eine Umgebung, in der alsbald keinerlei Verbesserung mehr möglich ist und in der auf Ihre Kritik nur noch mit einer Verstärkung des angeklagten Verhaltens reagiert wird. Es gibt also keinerlei vernünftige Notwendigkeit für: „Immer machst Du alles falsch! Muss ich denn immer alles selbst machen! Kannst Du nicht einmal etwas richtig machen!“ oder ähnliche Eskapaden.
»Ein Freund ist ein Mensch, vor dem man laut denken kann«
Ralph Waldo Emerson, amerik. Philosoph und Schriftsteller, 1803-1882Behandeln Sie andere so, wie Sie selbst gerne behandelt werden möchten: Überlegen Sie sich also, wie Sie auf die Korrektur eines Fehlers aufmerksam gemacht werden wollten – und dann kommen Sie auf die Lösung, wie Sie mit anderen umgehen sollten.
Doch vielleicht wird es sogar immer weniger und weniger nötig, Fehler zu korrigieren, wenn wir von Anfang an unsere Aufmerksamkeit darauf richten, was andere jeweils richtig und gut machen – und wir ihnen dies dann auch sagen.
Die Menschen, Ihre Kinder, Ihr Ehepartner, Ihre Mitarbeiter, Ihre Schüler usw. machen schon so viel richtig – bestätigen Sie es, bekräftigen Sie es, erwähnen Sie es – und es könnte sein, dass Sie auf regelmäßiger Basis Wunder hervorbringen.
Und noch etwas: Ab und zu stoßen Sie auf Menschen, die es Ihnen übel nehmen, wenn Sie sie loben!! Oder auf Menschen, die Sie dafür kritisieren, dass Sie so viel loben, die Sie als „Warmduscher“ beschimpfen, der sich „nicht so anstellen soll“ oder die darauf bestehen, „ein richtiger Mann müsse auch einmal Kritik vertragen“. All das sind nur billige Rechtfertigungsversuche derer, die sich damit als Zeitgenossen identifizieren, die bereits viel zu viele solcher Verstöße auf ihrem Kerbholz haben. Nehmen Sie solche Menschen nicht als Maßstab – es sind Ausnahmen – und wahrscheinlich sind es eh so trübe Zeitgenossen, dass man sich sowieso besser von ihnen fernhalten sollte.
Helfen Sie mit, die Werte in unserer Gesellschaft zu verbessern. Kopieren Sie diesen Artikel dreimal und reichen Sie ihn an drei Menschen – an Bekannte, Freunde oder auch an Fremde – mit der Bitte weiter, ihn jeweils ebenfalls dreimal zu kopieren und weiterzureichen.
Viel Freude, positive Erfahrungen damit und ein glückliches Leben wünscht Ihnen,
Michael Kent
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