Der Tod

Hallo, mein lieber Freund! Und lieber Depeschenbezieher!

Und mit dieser grammatikalisch korrekten Anrede sind selbstverständlich auch alle Damen gemeint – um das einmal am Rande zu erwähnen. Ich begrüße Dich zur heutigen Ausgabe der Depesche, die ein Thema aufgreift, das sonst geflissentlich vermieden wird, nämlich mit dem Tod. Der steht für das Ende. Und damit mag in unserem Kulturkreis keiner etwas zu tun haben. 

Doch es gibt und gab auch Kulturen, in denen das anders war. Da wurde der Tod gefeiert – was ja irgendwie auch Sinn ergibt. Denn wenn man ins Theater geht, applaudiert man ja auch am Ende, wenn der Vorhang fällt. Der Tod ist das Ende einer Rolle, die man gespielt hat. Danach kommt die nächste Rolle, das nächste Theaterstück. Und dann das nächste ... usw. 

Nichts besonders Dramatisches also. Doch vor allem ist der Tod nichts, was man ignorieren sollte. Im Gegenteil: Es lohnt sich, sich mit ihm zu beschäftigen, ihn zu erforschen und zu verstehen – wie eben alles andere im Leben auch! Denn je mehr wir über etwas wissen – und das ist eine allgemeine Lebensregel –, desto besser können wir damit umgehen, desto eher mögliche Nachteile vermeiden und desto weniger Angst müssen wir davor haben.

Der Tod
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Editorial zu Depesche 15+16/2026

In meinem heutigen Hauptartikel geht es deshalb um die Fragen, was der Tod eigentlich ist, was dabei geschieht, welche Phänomene damit einhergehen – sowie auch darum, wie es danach weitergeht. Doch woher kann ich all das überhaupt wissen? Wie kann ich es mir erlauben, darüber derart konkrete Aussagen zu tätigen? 

Das werde ich Dir im Artikel verraten, doch die viel interessantere Frage ist eigentlich: Wieso glauben heute eigentlich fast alle, niemand könne wissen, was nach dem Tod geschieht? Das ist doch paradox – schließlich waren wir als ewige Geistseelen schon tausendfach inkarniert, sind also ebenso viele Male gestorben. Warum wissen wir heute vermeintlich über etwas nicht Bescheid, das wir selbst schon so oft erlebt haben? Was ist da los?

Das bringt uns direkt zum Thema Religion und Glauben. Hier wurde ein geradezu genialer Trick angewandt! Man erklärte den Menschen: „Niemand kann wissen, was nach dem Tod geschieht!“ – und begründete auf diesem vermeintlich großen Geheimnis ganze Glaubenssysteme, weltumspannende Machtstrukturen sowie Geschäftsmodelle. Das ist, ehrlich gesagt, ziemlich perfide. Vor allem deshalb, weil manche Glaubenslehren im selben Atemzug die schrecklichsten Drohkulissen errichteten, nach dem Motto: „Wenn du nicht glaubst, was wir dir erzählen, dann wartet die ewige Verdammnis auf dich!“

Andere Religionen drehten das Prinzip um und versprachen stattdessen eine Belohnung – das Paradies, ein weiteres Leben, die Verkürzung des Fegefeuers, 72 Jungfrauen, ein ewig glückseliges Dasein in Walhalla usw. Wieder andere kombinierten Belohnung und Drohung nach dem Motto: „Nur wenn du wahrhaft glaubst, was wir verkünden, erwartet dich nach dem Tod ein weiteres Leben – ansonsten heißt es: tot für immer, mein Lieber!“ Besser also, du bist unerschütterlich in deinem Glauben – und wirfst vorsichtshalber noch ein paar Groschen mehr in unseren Klingelbeutel. Denn: „Nur wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt!“ 

Doch das Fundament dieser Macht war stets dasselbe: „Niemand kann wissen, was nach dem Tod geschieht. Nur wir wissen es! Und wir sind diejenigen, die dir sagen können, was du glauben und tun musst, damit es danach gut für dich weitergeht. Vertraue uns!“ Könnte demgegenüber nun aber jeder selbst herausfinden, was nach dem Tod geschieht, wäre diese Deutungshoheit mit einem Schlag dahin – und damit ein beträchtlicher Teil ihrer Macht.

Denn fast jede Religion erzählt ihren Schäflein solche Märchen. Was schon deshalb ziemlich blöde ist, weil es über die Zeitalter hinweg weltweit Zehntausende Religionen und Glaubensrichtungen gab und gibt – und jede etwas anderes behauptet. Wir haben es also mit Zehntausenden unterschiedlichen Erzählungen zu tun. Welche davon ist wahr? Wer hat recht? Alle ein bisschen? Oder keine?

Nun, ich sage: Das ist völlig einerlei! Denn damit unterhalten wir uns über das Ende des Rattenschwanzes, nicht über seinen Anfang. Und am Anfang steht, ich sagte es bereits, eine ganz andere Behauptung: dass nämlich niemand wissen könne, was nach dem Tod geschieht.

Das Einzige, was wir also tun müssen, ist, diese Lüge hinter uns zu lassen. Werfen wir sie in den Mülleimer, wo sie hingehört! Denn natürlich, selbstverständlich kann man wissen, was nach dem Tod geschieht. Wieso sollte man es auch nicht wissen können? Grundsätzlich kann man alles wissen – man muss nur herausfinden, wie. Schließlich sind wir, wie erwähnt, oft genug gestorben. Also werden wir uns doch wohl noch daran erinnern können!

Doch nicht einmal das brauchen wir! Denn auch dann, wenn man sich selbst unter Anwendung spezieller Verfahren oder Tricks nicht erinnern kann, so kann man es dennoch wissen – aus dem Heute heraus, aus dem Jetzt heraus. Jeder kann die Wahrheit über den Tod für sich selbst herausfinden ... oder, um es positiv auszudrücken: die Wahrheit über das ewige Leben – was nahezu auf dasselbe hinausläuft, denn letztlich geht es um dieselben grundlegenden Fragen: Was sind wir eigentlich? Wer sind wir wirklich? Woher kommen wir? Was ist unsere eigentliche geistige Natur?

Wer darauf eine Antwort gefunden, wer sich selbst als ewiges geistiges Wesen erlebt und wahrgenommen hat, kennt damit letztlich auch die Antworten auf all die anderen Fragen.

Wie Du weißt, beschäftige ich mich seit über 40 Jahren mit einer wissenschaftlichen Herangehensweise an die Erforschung des Daseins – und damit auch mit der Frage, wie man weiß. Also damit, wie man selbst zu Wissen gelangt, statt lediglich zu glauben oder die Aussagen anderer zu übernehmen.

All dieses Wissen ist überprüfbar, verifizierbar, also kein Glaubenssatz, sondern etwas, das sich auf persönlicher Ebene selbst erfahren und auf seinen Wahrheitsgehalt prüfen lässt. Die grundlegenden Dinge des Lebens – und damit auch des Todes – können gewusst werden. Nicht von einem Guru. Nicht von einer Kirche. Sondern von Dir. Wir sind also nicht zum Glauben verdammt. Wir können wissen. 

In meinem Artikel schildere ich Dir nicht nur, wie Du selbst zu deiner eigenen Gewissheit gelangen kannst, und zwar noch zu Lebzeiten, sondern auch, zu welchen Erkenntnissen ich auf meinem inzwischen über 40-jährigen Weg gelangt bin. Was Du damit tust, ist natürlich Deine Sache. Betrachte den Artikel einfach als eine Art Reiseführer: Man kann ihn lesen und zunächst beiseitelegen – doch wenn man sich eines Tages selbst auf die Reise begibt, wird man sich vielleicht dankbar an das eine oder andere darin erinnern

Und damit nun „zurück ins Studio“! 

Bärbel Breunig nimmt Dich ab Seite 6 mit aufs Depeschen-Lesertreffen im Mienbacher Waldgarten von Hannelore Zech und ab Seite 9 zum Kongress für innovative Energie-Technologien.  

Unser Mitarbeiter Sebastian Reichert, der mit seiner Familie ohnehi einen Großteil des Jahres über auf Reisen ist, hat auf Einladung vo Depeschenautorin und Mitorganisatorin Lucy Maschler da PAX-Weltfriedensfestival in Friesack bei Berlin besucht – voll drei Tage lang! Seine persönlichen Eindrücke, seine Fotos – un was ihn dort besonders berührt und bewegt hat – hat er für Dic in seinem Artikel ab Seite 13 festgehalten.


Was für eine Reis wir heute haben?! Von der Permakultur zu Technologie-Innovationen zum Weltfrieden und schließlich zum Tod ;-) Sowas hatten wir auc noch nie!


Erkenntnisreich Lektüre wünscht Dir

Michael

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Von am 28.08.2026


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