Empörung
Empörung verbessert selten die Welt
Die neue Depesche hat intern schon beachtliche Aufmerksamkeit erregt. Jeder, dem ich erzählte, woran ich schreibe, meinte: „Oh ja! JA!! Das ist wirklich bitter nötig!“ Selbst meine Korrekturleserin schrieb mir nach ihrer Korrektur einen Leserbrief – so nett, dass ich ihn gleich auf Seite 2 abdrucken musste :-) Ich bin gespannt, was Du dazu sagen wirst.
Editorial zu Depesche 05+06/20926
Die wirklich wichtigen Themen unserer Tage
Sehr viele Medien richten den Blick heutzutage aufs Außen, auf das Gebrüll der Welt. So beschleicht einen gerne mal das Gefühl: „Die ganze Welt ist schlecht. Alles geht unter. Alles ist hoffnungslos!“ Doch ... mal ganz ehrlich: Das stimmt nicht! Das stimmt einfach nicht!
Die Welt ist wunderbar. Das Leben ist wunderbar! Aber vielleicht hat uns die Empörung innerlich schon aufgefressen? Mein heutiger Hauptartikel wirft daher einen genaueren Blick auf die versteckten, bisher weitgehend unbekannten Mechanismen der Empörung – und auf die oft übersehene Frage, warum sie uns so leicht in ihren Bann zieht – und dann mit sich in einen zerstörerischen Abwärtsstrudel reißt.
Empörung fühlt sich zwar kraftvoll und wichtig an, doch die Wahrheit ist: Sie nützt keinem. Sie schadet uns nur. Uns allen. Und vor allem lenkt sie uns von uns selbst ab und von unserem eigenen (eigentlichen) Weg.
Etwas ganz Neues
Der Hauptartikel zeichnet sich heute durch etwas ganz Neues aus, durch etwas, das sich irgendwie ganz von selbst ergab und was ich gar nicht hätte planen können: Zeitgleich mit dieser Depesche sind nämlich Lieder entstanden, wie buchstäblich das Lied „Empörung“ – das bei den Hörern meines Musik-Abos bereits ausgesprochen gut ankam und quasi die Verdichtung dieser Depesche in wenige Zeilen darstellt.
Kurzum: Mehrere der Liedtexte aus meiner und Hannings (Hans Tolzin) aktueller Produktion fügen sich inhaltlich so stimmig in das Thema ein, dass ich sie dieses Mal bewusst in den Artikel aufgenommen habe. Es wirkt beinahe, als würden zwei Ausdrucksformen – Wort und Musik – aus derselben Quelle sprechen und sich gegenseitig ergänzen.
Gedanken lassen sich beschreiben – doch manches erschließt sich erst, wenn wir es zugleich fühlen können. Eben hier entsteht eine besondere Verbindung: Der Artikel lädt zum Nachdenken ein, während die Lieder einen emotionalen Zugang eröffnen, der über das rein Gedankliche hinausgeht. Beide Ebenen zusammen eröffnen ein „Gesamterfassen“, durch das die Erkenntnis nicht nur verstanden, sondern auch innerlich erlebt werden kann. Hör Dir die Lieder an. Sie sind kostenfrei erhältlich – siehe https://www.mikemachtmusik.de/probemonat-musik-abo
Geistreich am Teich
Manche Entwicklungen entstehen dort, wo Menschen sich begegnen, Ideen teilen und gemeinsam etwas ausprobieren. Diesem Geist folgt das „Geistreich am Teich“ – ein offenes Treffen für alle, die nicht nur über Veränderung nachdenken möchten, sondern selbst Impulse setzen wollen. Daniel Wagner vom deutschen Nexus-Magazin und sein Team schaffen dort einen Rahmen, in dem Austausch, Kreativität und neue Perspektiven Raum finden – offen, menschlich und ohne Erwartungsdruck. Wer sich für neue Wege in den Bereichen Bewusstsein, Gesellschaft, Gesundheit oder gemeinschaftliches Leben interessiert, findet hier vielfältige Anregungen und Begegnungen. Vielleicht ist es gerade in unserer Zeit besonders wertvoll, Orte zu haben, an denen Menschen nicht nur Informationen aufnehmen, sondern selbst Teil eines lebendigen Prozesses werden können. Alles Weitere zum Treffen findest Du im Artikel ab Seite 7.
Kultureller Verfall
Damit sind wir schon beim letzten Artikel für heute ab Seite 27. Am Ende dieses Heftes öffnet sich noch einmal ein Horizont. Der Beitrag lenkt den Blick auf eine Entwicklung, die oft kaum bewusst wahrgenommen wird: den langsamen Verfall unseres kulturellen Spektrums – exemplarisch sichtbar am Beispiel der Musik. Über Jahrhunderte hinweg war Musik ein nahezu unerschöpfliches Experimentierfeld menschlicher Ausdruckskraft. Aus einer kaum überschaubaren Vielfalt von Formen, Stilen, Instrumenten, Rhythmen und Klangwelten entstand ein kulturelles Universum, das an Reichtum kaum zu übertreffen ist. Doch vieles davon scheint heute aus unserer Wahrnehmung verschwunden zu sein. Der Artikel lädt dazu ein, diese Entwicklung nicht als Verlust hinzunehmen, sondern die Vielfalt wiederzuentdecken. Das kulturell reiche Universum ist nicht verschwunden – es wartet lediglich darauf, wieder betreten zu werden. So schließt sich am Ende des Heftes ein Kreis: weg von der Verengung – hin zu neuer Perspektive.
Musik-Abo
Eine schöne Nachricht noch zum Schluss: Der erste Monat meines neuen Musik-Abos ist erfreulich lebendig und sehr vielversprechend gestartet – mit berührenden Rückmeldungen und einer wachsenden Runde von Menschen, die sich jeden Tag ein paar Minuten Zeit für die Musik nehmen. So entsteht nach und nach eine kleine Gemeinschaft, ganz ähnlich wie die Depeschengemeinschaft, nur noch intensiver – verbunden durch Klang, Stimmung und Neugier. Vielleicht möchtest auch Du einmal hineinhören? Den kostenlosen Probemonat März 2026 kannst Du ganz in Ruhe entdecken – entweder direkt auf meiner Website oder über den frei zugänglichen Telegram-Kanal , in dem alle Stücke gesammelt verfügbar sind. Gehe dazu einfach auf mikemachtmusik.de und dort auf „Musik-Abo“. Dort findest Du alle Informationen sowie die Links zum Probemonat und zum Telegram-Kanal. Und falls Du Dich fragst, was Dich erwartet, lasse ich einfach einen Hörer zu Wort kommen, der mir gestern schrieb:
„Es ist einfach wunderschön und bewirkt bei mir tiefe Zufriedenheit und Stille. In diesem Zustand begebe ich mich jetzt zur Ruhe und lasse mich durch nichts mehr davon abhalten.“
Vielleicht ist genau das ein guter Moment, um kurz innezuhalten – und hineinzuhören.
Wir lesen (und hören?) uns bald wieder. Alles Liebe
Michael
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