Tansania

In dieser Ausgabe machen wir eine eindrucksvolle Reise durch das ostafrikanische Land Tansania. Inspiriert von Astrid Fuchs’ spannendem Reisebericht und ihren eindrucksvollen Fotos, eröffnet sich ein faszinierendes Panorama voller landschaftlicher Schönheit, artenreicher Tierwelt und kultureller Vielfalt. Vom majestätischen Kilimandscharo über die Serengeti bis hin zur exotischen Insel Sansibar – Tansania zählt zu den außergewöhnlichsten Reisezielen der Welt.

Editorial zu Depesche 06+07/2025

Die heutige Depesche entführt Dich auf eine abenteuerliche Reise in ein exotisches Land namens Tansania. Das liegt in Ostafrika, unterhalb von Kenia und oberhalb von Mosambik. Depeschenbezieherin Astrid Fuchs und ihr Ehemann Walter unternahmen im Herbst 2024 eine Rundreise dorthin, von der sie zahllose tolle Fotos mitbrachten sowie einen interessanten Reisebericht. Da Tansania für mich eines der faszinierendsten Länder der Erde ist, bat ich Astrid um ihren Bericht. Gestatte mir aber bitte einleitend, noch ein klein wenig zu schwärmen, bevor wir dann zu Astrids Foto-Geschichte ab Seite 7 kommen: 

Es gibt in Tansania dermaßen viele Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten, dass man 20, 30 ausgedehnte Erkundungsreisen unternehmen könnte, und hätte bei Weitem noch nicht alles Nennenswerte gesehen. 

Im Norden des Landes etwa liegt der berühmte Viktoria-See, der größte See Afrikas und der zweitgrößte der Welt, den sich das Land mit den Nachbarstaaten Uganda und Kenia teilt. Im Süden des Sees, dem Teil, der zu Tansania gehört, liegt die Insel Ukerewe. 

Zu den sagenumwobenen Quellen des Nils unternahm der deutsche Publizist und Aktivist der Lebensreformbewegung, Hans Paasche, die Hochzeitsreise mit seiner Ehefrau Ellen. Das Paar verbrachte die Jahre 1909 und 1910 in der Region rund um den See, unter anderem auch auf der Insel Ukerewe. Dort hatten sie einen pfiffigen jungen Hausdiener. Paasches Reiseerfahrungen und viele angeregte Unterhaltungen mit seinem Pagen dienten Hans Paasche als Inspiration für seine später berühmt gewordene Artikelreihe über „die Briefe des Negers Lukanga Mukara über seine Forschungsreise ins innerste Deutschland“ – eine Gesellschaftskritik der besonderen Art, die wir im Jahr 2006 in der Depesche abdruckten, und die jetzt – in renovierter Form – wieder neu zur Verfügung stehen (siehe Seite 31). Übrigens: Alle spannenden Briefe des Lukanga Mukara können im Blog (Rubrik „ Afrika “) kostenlos gelesen werden:

Neben dem Viktoriasee im Norden teilt sich Tansania noch weitere der großen Seen Afrikas mit seinen Nachbarländern: Mit Malawi den Malawisee und mit dem Kongo (und Burundi) den Tanganjikasee – der ja teilweise Namensgeber des Landes ist. Wie das? Nachdem das Kaiserreich seine Kolonie „Deutsch-Ostafrika“ an die Briten verloren hatte und nachdem der Völkerbund anschließend die Regionen Ruanda und Burundi davon abgetrennt hatten, verwalteten die Briten das restliche „Mandatsgebiet Tanganjika“. 


1964 schließlich wurde das Land unabhängig und verband sich mit der vorgelagerten Insel Sansibar zur Republik Tansania. Tan steht für Tanganjika, San für Sansibar, und das „ia“ bzw. das das „ania“ wurde von „Azania“ übernommen, dem einstigen römischen Namen für Ostafrika. 


Doch diese Seen sind natürlich nur wenige unter den zahllosen Sehenswürdigkeiten. Ganz im Norden des Landes etwa liegt das berühmteste Bergmassiv Afrikas, das Kilimandscharo-Massiv, das „Dach Afrikas“, mit seinem 5.895 Meter hohen Gipfel namens Kibo (der „Helle“, da fast immer schneebedeckt). Rings um den Kilimandscharo-Nationalpark befindet sich ein halbes Dutzend weiterer Nationalparks, 22 (!) im ganzen Land.   Die bekanntesten davon sind der Ngorongoro-Krater und die berühmte Serengeti-Steppe. 


Im riesigen Naturpark des Ngorongoro-Kraters, der mit seinen 8.200 Quadratkilometern etwa dreimal so groß ist wie das Saarland, findet sich eine immense Wildtierdichte: Abertausende Zebras, Büffel, Gnus, Antilopen, Gazellen, Löwen, Hyänen, Leoparden, Elefanten Flusspferde, Nashörner, Flamingos und weitere Vogelarten.  


Die Serengeti schließt sich westlich an den Ngrongoro-Krater an, und zieht sich bis zum Viktoriasee. Der Nationalpark ist eines der berühmtesten Naturschutzgebiete der Welt. Er erstreckt sich über 30.000 km² und ist bekannt für die jährlichen großen Tierwanderungen von Millionen Gnus, Zebras und Gazellen – auf der Suche nach frischem Weideland.


Der Park beherbergt auch Löwen, Elefanten, Büffel, Leoparden, Nashörner, Geparden, Hyänen, Schakale und Wildhunde. Zudem gibt es zahlreiche Antilopenarten, Wasserböcke, auch Flusspferde und Krokodile.  Die Serengeti ist außerdem ein Paradies für Vogelbeobachter, mit über 500 Arten, darunter Strauße, Sekretäre, Marabus und verschiedene Greifvögel wie z.B. Adler. Reptilien wie Echsen, Schlangen und Schildkröten sind ebenfalls vertreten. Die weiten Savannen, Akazienwälder und Flusslandschaften bieten eine atemberaubende Kulisse. Die Serengeti ist UNESCO-Weltnaturerbe und ein bedeutendes Zentrum für Wildtierforschung und Naturschutz. 


Man kann gar nicht mehr aufhören, wenn man die Sehenswürdigkeiten Tansanias beschreibt.  So gibt es etwa noch den Tarangire-Nationalpark, der bekannt ist für riesige Elefantenherden und uralte Affenbrotbäume. Oder das Selous-Wildreservat (Nyerere-Nationalpark), das eines der größten Wildschutzgebiete Afrikas mit einer faszinierenden Artenvielfalt ist.


Dann gibt es noch die Mahale-Berge, wo man Schimpansen in freier Wildbahn beobachten kann, in atemberaubender Landschaft mit Bergen um den Tanganjikasee. Zuletzt sei noch der „Lake Natron“ erwähnt, ein spektakulärer, roter Sodasee, umgeben von Vulkanen, in dem tausende Flamingos nisten.


Zudem gibt es natürlich auch noch große und bekannte Städte, wie etwa Daressalam mit 5 Millionen Einwohnern, direkt an der Küste gelegen, das die meisten fälschlich für die Hauptstadt Tansanias halten, während diese tatsächlich Dodoma heißt und sich weit im Landesinneren befindet.  


Zuletzt gibt es natürlich noch die vorgelagerten Inseln – die bekannteste davon ist die exotische und für ihre herrlichen Sandstrände bekannte Insel Sansibar, die man auch „Gewürzinsel“ nennt – die Heimat von Freddie Mercury (Queen). 


So, nun aber genug der Schwärmerei. Alles weitere dann im Artikel von Astrid ab Seite 9. 


Abgerundet wird diese Depesche von einer weiteren Folge des Ritter-Kodex, heute zu den Tugenden Güte, Tapferkeit und Ehrlichkeit, ab Seite 23 – womit die Serie sich dann ihrem Ende zuneigt. Nur noch eine weitere Folge mit den restlichen Tugenden wird es bald geben, dann haben wir alle ritterlichen Tugenden abgehandelt.   

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Von am 28.07.2025


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